Black History Month: SCHWARZ UND WEISS (Ausstellung)

Der Black History Month wird in den Vereinigten Staaten alljährlich im Februar gefeiert. Dem voraus ging die „Negro History Week“, die in der zweiten Februarwoche gefeiert worden war. Initiiert wurde die Feierbewegung schwarzer Geschichte 1926 von dr. Carter G. Woodson. Den Februar wählte den Februar, weil in diesem Monat Abraham Lincon, Frederick Douglass und Langston Hughes geboren wurden.

Außerdem:

Immer eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen oder auf Anfrage  

Ab Februar im Afrikahaus:

Schwarz und weiß stehen wie kein anderes Gegensatzpaar in der Farbwelt mit vielen Assoziationen, Kulturmustern  und Symbolen in Verbindung.

Schwarz und weiß, beziehungsweise hell und dunkel, sind die ersten Farbbezeichnungen, die in jeder Sprache der Welt entwickelt wurden. Dies mag an der fundamentalen Bedeutung von Helligkeit und Dunkelheit für die menschliche Existenz liegen, die seit Urzeiten den Rhythmus des Lebens bestimmt. Ohne Sonne und Licht kann kein Leben existieren und wer hätte nicht schon einmal die Unheimlichkeit gespürt, die eine nächtliche Dunkelheit vermittelt, in der keine Orientierung möglich ist?

Wie stark sich der Symbolgehalt der Farbbezeichnungen schwarz und weiß in den kulturellen Alltag eingeschrieben hat, zeigt sich an ungezählten Beispielen, die von religiöser Symbolik bis in die Umgangssprache reichen.

‚Schwarzarbeit’,‚schwarze Kassen’ oder eine schwarze Katze etwa verweisen auf Illegalität und Pech – eine schwarze Richterrobe oder schwarze Staatslimousinen jedoch drücken Macht und Autorität aus.

Eine ‚weiße Weste’ steht für Unschuld und eine weiße Taube für den Frieden, und wem in einem Dokument etwas ‚schwarz auf weiß’ bescheinigt wurde, der kann sich darauf berufen.

Die Schwarzweiß-Fotos der Ausstellung sollen die stark assoziativ aufgeladene Wahrnehmung von Schwarz und Weiß bewusster machen, zum Weiterdenken und zum Gespräch anregen. Dabei lässt sich die Entdeckung machen, dass die Farben in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutung tragen. So ist im westlichen Kulturkreis Schwarz die Farbe der Trauer und des Todes, während beispielsweise in Westafrika(Guinea-Conakry) Weiß die Farbe der Trauer ist. Solche Entdeckungen, die dem  ‚Schwarz-Weiß-Denken’ zuwiderlaufen, tragen dazu bei, dass in unserer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlichster Herkünfte zusammenleben, eingefahrene Denkmuster durch Dialog und Information abgebaut werden.

Das Ausstellungsprojekt wurde im Verein Farafina-Afrika-Haus e.V. entwickelt und realisiert. Fotos: K. Fell. –

Farafina e.V. Oumar Diallo • c/o Afrika Haus Berlin • Bochumer

Straße 25 •  10555 Berlin • Tel.: 030 – 392 20 10

www.afrikahaus-berlin.de

Afrika-Haus Preisträger für Integration und Toleranz. Wir feiern.

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Farafina Afrika-Haus e.V. den Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz 2016 verliehen bekommen hat.

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Foto : Sven Lambert © Fon 0171 5329719 Bankverbindung Deutsche Bank 24 - IBAN: DE61100700240161527700 BIC: DEUTDEDBBER Date : 17.11.2016 Initiative Hauptstadt Berlin e.V. , 9. Hauptstadtpreis fuer Integration und Toleranz Es gelten die AGB des Fotografen. Der Fotograf uebernimmt keine Gewaehrleistung bei einer eventuellen Verletzung Rechte Dritter. Jegliche Veroeffentlichung ist honorarpflichtig, zuzueglich 7%USt! Urhebervermerk wird gem. Paragraph 13 UrhG verlangt!

Foto : Sven Lambert © Das Jurymitglied Christian Awe  gratuliert den Gründer und langjährigen Leiter des Afrikahauses Oumar Diallo

 

Allen Unterstützern unserer Arbeit gilt ein herzliches Dankeschön.
Das Afrika-Haus Team

Wir laden alle  Freundinnen und Freunde des Hauses herzlich ein, mit uns zu feiern.

Samstag, den 3. Dezember 2016, um 20 Uhr im Afrikahaus,
Bochumer Str. 25 10555 Berlin

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Afrochanson spielt Live Musik mit Herz und Seele, in kleiner oder großer Besetzung.

Plakat Afrochanson

Menschen ohne Heimat sind verloren. Wir haben unsere Heimat wegen vieler Probleme verlassen, aber unsere Herzen und Gedanken sind immer noch dort. Wir hoffen, dass die Verhältnisse besser werden!!! Für die Demokratie werden wir weiter Kämpfen. Kumbanza… (meine Heimat )

Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm

Bewegte Welt – Warum verlassen Menschen ihre Heimat?

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Vom 07. bis 11. November findet in diesem Jahr das Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm (benbi) im FEZ-Berlin rund um das Thema „Flucht und Migration“ statt. Nähere Informationen zur Anmeldung finden. Siehe hier.

Das Berliner Entwicklungspolitische Bildungsprogramm (benbi) findet seit 2000 jährlich in der zweiten Novemberwoche statt. Es richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche der 3. bis 13. Klasse  aus Berlin und dem Umland und besteht aus einem umfangreichen Bildungsangebot: Neben 90-minütigen Work­shops werden ein Kinoforum und eine interkative Moderation angeboten. Pädagog*innen können sich in einem Workshop über Lerninhalte und Methoden informieren und erhalten begleitende Bildungsmaterialien zur Vor- und Nach­berei­tung ihrer Schüler*innen. Ausstellungen runden das Programm für die Lehrkräfte ab.

WEITER

Auch Farafina Afrika-Haus e.V. ist wieder dabei
Unser Programm:

Afrika in Berlin – gestern und heute
Menschen aus afrikanischen Ländern leben schon seit Jahrhunderten in Berlin. Wir finden gemeinsam heraus, warum sie damals kamen und dies bis heute tun. Gemeinsam entdecken wir, wie sie das Leben in Berlin bereichern.

Grundschule
Wir erkunden afrikanisches Leben mitten in Berlin. Aus welchen Gegenden Afrikas wandern Menschen nach Berlin aus und warum tun sie dies? Spielerisch lernen wir Initiativen kennen, die über Afrika aufklären und erfahren, wie Politiker*innen, Sportler*innen, Geschäftsleute, Ärzt*innen sowie Aktivist*innen mit afrikanischen Wurzeln das Leben in unserer Stadt bereichern.

Sek I
Afrika gehört zu Berlin – und zwar schon seit mehreren hundert Jahren. Spielerisch erkunden wir, wie es dazu gekommen ist. Wir entdecken afrikanische Geschäfte und Initiativen, Straßennamen und Gedenktafeln. Wir lernen Martin Dibobe kennen, den ersten afrikanischen Zugführer im Berlin der Kaiserzeit und fragen uns, warum Jérôme Boateng für die deutsche Männer-Nationalelf spielt, während sein Bruder Kevin-Prince für Ghana antritt.

Sek II
Am Beispiel des Afrikanischen Viertels in Berlin-Wedding gehen wir der Frage nach, wie sich die Spuren der deutschen Kolonialgeschichte und das heutige lebendige afrikanische Leben aufeinander beziehen. Wir fragen, wie viele Menschen afrikanischer Herkunft heute in Berlin leben und wie sie die Stadt und unseren Blick auf die Welt verändern. Wir diskutieren, inwieweit die Bewohner*innen des Afrikanischen Viertels das koloniale Denkmal umwidmen.

Das Afrika-Haus auf dem Moabiter Kiezfest 2016

Zwischen Zuckerwatte und „Kino für Moabit“ war auch das Afrika-Haus Berlin vor dem Rathaus Tiergarten präsent — mit der Karikaturen -Ausstellung: „Change the Perspektive“.

Die Werke afrikanischer Karikaturisten, freundlicherweise bereitgestellt vom Dritte Welt Journalisten Netz e.V. (DWJN) und in der Räumen des Afrika-Hauses bereits seit dem 13. Juni 2016 zu sehen, thematisiert die Idee der afrikanischen Einheit.

Sie folgt, vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Afrikanischen Union bzw. deren Vorgänger Organisation für Afrikanische Einheit (OAU).  Hinterfragt wird, inwiefern die Afrikanische Einheit Trugbild und Täuschung oder Notwendigkeit und Chance darstellt. Aktuelle Streitfragen wurden mit spitzer Feder dargestellt — vom Afrikapessimismus bis zu den positiven Aspekten der letzten Jahrzehnte.

Das Feedback der um die 100 Besucher dieses Tages war durchweg positiv. Kenner bestätigten vielfach die bezeichneten Probleme, sie seien „sehr treffend“. Andere lobten diese „andere Art, Afrika näher zu kommen..“ 

Viele der vorbei schlendernden Passanten, deren Blicke von der Ausstellung eingefangen wurden, verrieten auf Nachfrage, dass sie etwas dazu gelernt hätten. Die Karikaturen seien interessant und regten zum Nachdenken an. Einige äußerten den Wunsch, dass sie in  sollten in noch größerem Rahmen ausgestellt werden.

„Change the Perspective“ auf dem Moabiter Kiezfest war aus unserer Sicht jedenfalls ein produktives Vergnügen. Im nächsten Jahr wird das Afrika-Haus  mit Gewissheit wieder dabei sein.

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Unsere Website hat ein neues Gesicht

Die noch aus den 1990er Jahren stammende Website des Afrika-Hauses hat ein neues Gesicht. Unser wachsendes Angebot und die Notwendigkeit, es in einer angemessenen Art zu präsentieren hatte den Relaunch notwendig gemacht.

Es macht für uns nun vieles möglich, das vorher nicht ging – und auch spannender.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Gestalterin Sabrina Bagus, die diese nicht gerade kleine und einfache Aufgabe als Unterstützung des Projektes ehrenamtlich leistete und uns mit ihrer professionellen wie erfrischenden und freundlichen Art große Freunde bereitet hat.

Der Newsletter wird unsere bisher sehr mühseligen Einladung-Aktionen sehr vereinfachen. Vieles werden wir erst im Laufe der nächsten Wochen oder gar Monate realisieren.

Anregungen und Kritik sind willkommen.

Das Afrikahausteam

 

 

Buch: Black Berlin

Black BerlinAb sofort im Handel und im Afrika Haus Berlin!
Erschienen im Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, 22,00 Euro

Oumar Diallo · Joachim Zeller (Hrsg.)

Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart
Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches – „Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und soziale Gleichstellung. Zur Sprache kommen neben Fragen der Integrationspolitik auch der (latente) Rassismus und Diskriminierungen vonseiten der weißen Mehrheitsgesellschaft. Schließlich werden wichtige Initiativen der Diaspora-Gemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.

Afrikanische Städte: Kapstadt heute nach der Fußball-WM 2010

Afrika Haus Berlin Workshop buchenIn Südafrika fand 2010 zum ersten Mal eine Fußball-WM der Herren – das größte Sportevent der Welt – auf afrikanischem Boden statt. Wie bei jeder WM wurden auch bei dieser mehrere Veranstaltungsorte, in diesem Fall Johannesburg, Durban, Pretoria, Port Elizabeth, Nelspruit, Bloemfontein, Polokwane, Rustenburg und Kapstadt, ausgewählt und für das groß Sportereignis stadtplanerisch verändert.
Wir betrachten die Stadtentwicklung in Kapstadt und erörtern, welche Eingriffe und Investitionen in diesem Kontext getätigt wurden. Hierbei analysieren wir insbesondere die Baumaßnahmen im Infrastruktursektor.

Welche Auswirkungen hatte die WM auf die Stadtentwicklung in Kapstadt und wie ist es dort um das Thema der Nachhaltigkeit bestellt? Wer profitiert von diesen Veränderungen und welche Herausforderungen und Perspektiven verbinden sich mit der Entwicklung der Stadt für die eigenen BewohnerInnen, für die Nation oder auch andere Länder.

Der Afro als gemeinsame Währung für Afrika?

Afrika Haus Berlin Workshop buchen1884/1885, vor 125 Jahres teilten die damaligen Kolonialmächte Afrika formal unter sich auf, ohne dabei auf bestehende Gebietsteilungen zu achten. Selbst nachdem in den 1960er Jahren viele afrikanische Länder ihre Unabhängigkeit von den Kolonialmächten durchsetzten, blieben diese von ihnen bestimmten Grenzen bestehen, mit z.T. erheblichen, gesellschaftlichen Auswirkungen.

Wirtschaftlich bestehen jedoch weiterhin diverse Abhängigkeitsverhältnisse zu den ehemaligen Kolonialherren. Viele afrikanische Länder verfügen über wertvolle Bodenschätze und andere Ressourcen, die Weiterverarbeitung und Veredelung dieser Güter und damit der größte Teil der Wertschöpfung erfolgt aber in Ländern außerhalb Afrikas. Es gilt also Strategien zu entwickeln die Wirtschaft des Kontinents nachhaltig zu stärken und eigene Wirtschaftsimpulse zu setzen.

Kann eine gemeinsame Währung – der Afro – zu dieser Entwicklung beitragen? In unserem Workshop suchen wir nach Antworten.

Die Kraft der Sonne

Eine reibungslose Wasserversorgung ist hierzulande eine Selbstverständlichkeit. In vielen Regionen Westafrikas hingegen stellt die Wasserversorgung, und speziell die Beschaffung von sauberem Trinkwasser, ein erhebliches Problem dar. Insbesondere Kinder leiden unter Erkrankungen, die auf unsauberes Trinkwasser zurückzuführen sind. Vor allem auf dem Lande gestaltet sich die Beschaffung von Trinkwasser in vielen Fällen als schwierig. Das kostbare Nass muss vielfach von Brunnen über längere Distanzen zumeist auf dem Kopf nach Hause getragen werden.

Kinder spielen schon früh bei der Beschaffung von Wasser eine wichtige Rolle, wobei in vielen Fällen in erster Linie Mädchen am Transport von Wasser beteiligt sind. Die hiermit verbundene Arbeitsbelastung, aber auch die weit verbreitete Mitarbeit im Haushalt und in der Landwirtschaft, wirken sich negativ auf die Möglichkeit eines Schulbesuchs speziell von Mädchen aus.

Kinderalltag und Wasserversorgung in Westafrika

Afrika Haus Berlin Workshop buchenEine reibungslose Wasserversorgung ist hierzulande eine Selbstverständlichkeit. In vielen Regionen Westafrikas hingegen stellt die Wasserversorgung, und speziell die Beschaffung von sauberem Trinkwasser, ein erhebliches Problem dar. Insbesondere Kinder leiden unter Erkrankungen, die auf unsauberes Trinkwasser zurückzuführen sind. Vor allem auf dem Lande gestaltet sich die Beschaffung von Trinkwasser in vielen Fällen als schwierig. Das kostbare Nass muss vielfach von Brunnen über längere Distanzen zumeist auf dem Kopf nach Hause getragen werden.

Kinder spielen schon früh bei der Beschaffung von Wasser eine wichtige Rolle, wobei in vielen Fällen in erster Linie Mädchen am Transport von Wasser beteiligt sind. Die hiermit verbundene Arbeitsbelastung, aber auch die weit verbreitete Mitarbeit im Haushalt und in der Landwirtschaft, wirken sich negativ auf die Möglichkeit eines Schulbesuchs speziell von Mädchen aus.