Buchvorstellung „BERLIN – EINE (POST-)KOLONIALE METROPOLE“ Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte

Dienstag, 05. Oktober 2021

Die Buchvorstellung fand in der Dorotheenstädtische Klaus-Peter Rimpel Buchhandlung, Turmstrasse 5, 10559 Berlin, statt.

Um 1900 hatte Berlin kurzzeitig die Rolle als Zentrum des deutschen Kolonialimperiums inne. Nach dem Ersten Weltkrieg formierte sich hier die kolonialrevisionistische Bewegung, die das „geraubte“ deutsche Kolonialreich in Übersee zurückforderte. Heute ist die lokale Globalgeschichte der (post-) kolonialen Metropole Berlin in Vergessenheit geraten. Der Stadtführer, der sich auf den Bezirk Mitte konzentriert, stellt eine Auswahl bedeutsamer kolonialhistorischer Erinnerungsorte vor. Er möchte eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands anregen und einen Beitrag zu einer kosmopolitisch und interaktiven Erinnerungskultur leisten.

 

Tag der offenen Tür im Afrika-Haus. Ausstellung :“Berlin – ein postkolonialer Gedächtnisraum“ Gewidmet Georg Adolf Christiani

Montag, 04. Oktober 2021

Im Jahr 2019 eröffnete die Ausstellung „Berlin – ein postkolonialer Gedächtnisraum“. Mit besonderem Focus auf die (post-)koloniale Metropole Berlin spannt die Ausstellung auf großen Schautafeln einen Bogen von mehreren Hundert Jahren; sie richtet sich an ein breites Publikum.

Die Ausstellung ist Georg Adolf Christiani gewidmet, dem ersten Afrikaner, der nachweislich in Berlin gelebt hat. Mit dem Namen Ebru kam er 1678 nach Berlin.

 

Buchpräsentation „Äthiopisches Album“ von und Mit dem Autor Axel Barner, mit Musikalischer Begleitung der Harfinistin Martha Teffera

 Freitag, 01. Oktober 2021

Wenn auch Brenner der Protagonist der Erzählung ist, so ist doch das Land Äthiopien deren eigentlicher Gegenstand: Durch die Beschreibung der von Brenner zurückgelegten Wege sowie durch seine Begegnungen mit den Menschen während seiner Reise gelangt es zu der Darstellung. Gleichzeitig wird mit der Beschreibung der in ihrer Arbeit gescheiterten Barbara deutsches Helfersyndrom und Gutmenschentum desavouiert und denunziert: Barbara leidet darunter, dass sich die Welt nicht ihrem Bild von ihr fügt, woran sie letztendlich scheitert und zerbricht……

 

„Es kommt, wie es kommtEine Szenische Lesung Mit Bibiana Malay und Christa Müller, nach einem Theatertext des Belgischen Autors Alex Lorette

Donnerstag, 30. September 2021

Ein Text, der wie ein Fluss dahinfließt. Ein Text, der die Frage stellt, was es bedeutet, sich in der eigenen Land fremd zu fühlen. Lucie rekapituliert ihr Leben. Sie wurde als Tochter weißer belgischer Kolonisatoren 1940 im Kongo geboren.

Auf sehr persönliche Weise eröffnet das Stück Fragen Nach Ursachen und Auswirkungen von Kolonialismus und Rassismus, nach der Bedeutung der Herkunft und Hautfarbe, nach dem richtigen oder falschen Ort für ein Leben.