Was tun für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo?

Datum/Zeit
20.03.2013
18:30 Uhr - 20:00 Uhr


Die Demokratische Republik Kongo bietet der Weltöffentlichkeit seit dem Schritt in die Unabhängigkeit von der belgischen Kolonialherrschaft 1960 das Bild eines von multiplen Krisenszenarien erschütterten Landes.

Zu dem Kernproblem des „Ressourcenfluchs“ dieses an Bodenschätzen reichen riesigen Landes – genannt sei hier nur das für die Handy-Herstellung notwendige Coltan – und der damit zusammenhängenden Probleme der illegalen Förderung und Vermarktung der Bodenschätze, von Rohstoffprofiten genährten bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen und Einmischungen der Nachbarstaaten Ruanda und Uganda kommen die geschichtlichen Hypotheken der Folgen der belgischen Kolonialherrschaft, der Konflikte der Staatsgründung und der Langzeitdiktatur des Kleptokraten Mobutu.
Die DRC ist heute das Musterbeispiel eines Failing State, geprägt von schwachen und nicht legitimierten staatlichen Strukturen, versagenden Sicherheitsorganen und exorbitanter Korruption. All diese Übel konnten bisher auch durch Interventionen der internationalen Gemeinschaft nicht wesentlich gemildert werden.

Die Veranstaltung will ausloten, welche Beiträge die deutsche Politik, die an der Ausbeutung der Rohstoffe beteiligten Firmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen bei uns und im Lande selbst leisten können, um das Land einem nachhaltigen Entwicklungspfad näher zu bringen.

Dr. Ilona Auer-Frege, Koordinatorin Ökumenisches Netz Zentralafrika, Berlin
Dr. Heidi Feldt, Transparency International Deutschland AG Internationale Vereinbarungen, Kampagne Publish what you pay
Christoph Strässer, M.d.B., Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Vorsitzender des Gesprächskreises Afrika der Fraktion
Zu Beginn der Veranstaltung hält Frau Julia Breidenstein, Vorsitzende von Humana People to People Deutschland, einen kurzen Powerpoint-Vortrag zu Projekten ihrer Organisation in der Demokratischen Republik Kongo

Es lädt ein die Sozialdemokratische Partei Deutschlands / Landesverband Berlin
Fachausschuss I Internationale Politik, Frieden und Entwicklung
Karl-Heinz Niedermeyer (Sprecher), Dagmar Luuk (Ehrenvorsitz). Stellv.: Andrea Despot, Thomas Gutsche, Peter Lehrmann

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich