Tödliche Bedrohung: die schwarzen Völker Südostasiens und des Pazifik unter genozidalem Druck des Imperialismus´, Beispiel West Papua

Datum/Zeit
21.06.2013
19:00 Uhr - 20:30 Uhr


Andreas SchlüterAuch viele Afrikaner wissen nichts über die schwarzen Völkerschaften Südostasiens und des Pazifik, die zu den ersten Siedlern in jenen Regionen gehören. Schwer lasten Imperialismus und globalisierter Kapitalismus auf diesen Gemeinschaften und in Südostasien stehen viele Communities vor dem Verschwinden. Aber auch die Kernregion, Melanesien, ist durch imperiale Gier bedroht. Besonders bemerkbar macht sich dies auf der westlichen Hälfte der großen Insel Neuguinea (von Papua bewohnt), deren westlichen Teil Indonesien seit 1963 besetzt hält. Die Einverleibung durch Indonesien geschah mit Unterstützung der USA und wurde im Juli/August 1969 durch eine demokratische Farce, den „Act of Free Choice“ festgeschrieben.
Treibender Faktor für das die kolonialen Brutalitäten sind enorme Bodenschätze sowie der Landhunger für die javanische Überbevölkerung – schon leben so viele Indonesier wie Papua im Westen der Insel. Hier befindet sich die größte Goldmine der Welt, die Grasberg-Mine, die gleichzeitig die Kupfermine mit den niedrigsten Förderkosten ist (einer der Hauptabnehmer: die deutsche Arubis AG) Auch Kissinger ist im Spiel. Gewaltige Erdgasvorkommen und edle Hölzer sind weitere Motive für die Untaten.
Andreas Schlüter, Jahrgang 1947, ist Diplom-Soziologe mit langer Erfahrung in der Bildungsarbeit. Er hat enge persönliche Bindungen an Afrika und seine verschiedenen Großregionen.
Noch in seiner Schulzeit ist er sich bewusst geworden, wie sehr Afrika und die südliche Hemisphäre gezwungenermaßen zum hohen wirtschaftlichen Standard in der Weltgegend seines Aufwachsens durch Ausplünderung, Kolonialismus und Neo-kolonialismus beigetragen hat. Er musste feststellen, dass mit dem Ende der Nazi-herrschaft Rassismus, Unterdrückung und Menschenverachtung nicht beendet waren.
Aber wird das auch vermittelt? Können wir uns darauf verlassen, umfassend informiert zu werden? Oder gilt: nichts ist, wie es uns präsentiert wird?!