Nahrungskrise bekämpfen – Verluste vermeiden

Datum/Zeit
18.10.2012
19:00 Uhr - 20:30 Uhr


Afrika Haus BerlinInformations- und Diskussionsveranstaltung
„Nahrungskrise bekämpfen – Verluste vermeiden“
Erfahrungen mit Lebensmittelverlusten in Afrika

Mit:
Juliette Ogbonnikan (Groupement des Exploitants Agricoles du Bénin, Savé/Benin)
Mohamed Gueye (Le Quotidien, Dakar/Senegal)
Michael Franke (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, Berlin)
Moderation: Thomas Fritz (FDCL)

Sprache: Deutsch-Französisch mit Verdolmetschung

Veranstalter:
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)
in Zusammenarbeit mit
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), AfricAvenir International und Afrikahaus

Um die globale Nahrungsmittelkrise zu bekämpfen, müsse die Lebensmittelproduktion erheblich gesteigert werden, meinen die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO und viele Wirtschaftsvertreter. Doch ist diese Orientierung auf Ertragssteigerung und industrielle Massenproduktion ist überaus fragwürdig. Zum einen liegt die Ursache des Hungers nicht in einem zu geringen globalen Nahrungsmittelangebot, zum anderen gehen weltweit bis zu 50 Prozent der Lebensmittel durch Verluste und Verschwendung verloren.
Während der Skandal der Lebensmittelverluste in Industrieländern wie Deutschland mittlerweile eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erzielt hat, finden derartige Verluste in Ländern des Südens bisher nur wenig Beachtung, obwohl sie für die dortige Ernährungslage von erheblicher Bedeutung sind. Obgleich sich die Nachernteverluste in den Tropen mit vergleichsweise geringen Mitteln vermindern ließen, haben Regierungen, internationale Agrarforschung und Entwicklungsagenturen diesen Bereich über lange Jahre sträflich vernachlässigt.
Unsere Gästen aus Benin und Senegal werden über die Ursachen und Folgen der Lebensmittelverluste in ihren Ländern berichten und Maßnahmen vorstellen, wie diese nachhaltig verringert werden könnten. Anschließend möchten wir mit ihnen diskutieren, welche internationale Unterstützung erforderlich wäre, um den Ernteschwund zu mindern und die Ernährungssicherheit zu verbessern.

Die Veranstaltung wird realisiert mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des BMZ.