Indigene Landbausysteme: Gefahr oder Chance für den Klimaschutz?

Datum/Zeit
28.05.2015
19:00 Uhr - 20:30 Uhr


Afrika Haus BerlinEinladung
4. Entwicklungspolitisches Werkstattgespräch:
Indigene Landbausysteme: Gefahr oder Chance für den Klimaschutz?
Donnerstag, 28. Mai 2015

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr der Böden“ ausgerufen.

Denn abnehmende Bodenqualität (Auszehrung, Versalzung, Verseuchung, Versauerung) undungerechte Bodenverteilung (Konflikte um Landrechte, Landraub)sind nur einige der höchst brisanten Problematiken aktueller Bodennutzung.

Als wichtige Kohlenstoffspeicher spielen Böden weltweit nicht zuletzt im Rahmen des Klimaschutzes eine zentrale Rolle.

Das Jahr der Böden geht auf die Initiative des Königs von Thailand zurück. In Thailand, ebenso wie in weiten Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas, betreiben zahlreiche indigene Kleinbauern und-bäuerinnen ein in Europa fast vergessenes Landbausystem, den Wanderfeldbau (Shifting Cultivation).

Diese Form der Landwirtschaft wird oft als rückständig, sowie umwelt- und klimaschädlich deklariert und von offizieller Seite bekämpft. Indigene Völker weltweit streiten für die Anerkennung des Wanderfeldbaus und verweisen auf seine Nachhaltigkeit.

In unserem vierten Werkstattgespräch möchten wir uns gemeinsam mit Dr. Prasert Trakansuphakon, einem indigenen Vertreter der thailändischen Karen und Spezialisten zu Wanderfeldbau und Klimaschutz, unter anderem über folgende Fragen unterhalten:

Welche kulturelle, soziale und ökonomische Bedeutung hat diese traditionelle Form des Landbaus für indigene Völker? Und wie beeinflusst sie die Geschlechtergerechtigkeit?

Welche potenziellen Gefahren aber auch Chancen bietet der Wanderfeldbau für das globale Ziel der Reduktion von Kohlenstoffemissionen? Wie können REDD+ und andere Wald- und Klimaschutzmaßnahmen Wanderfeldbau besser schützen?

Gesprächspartner:

• Sabine Schielmann, INFOE e.V., Projektkoordinatorin „Indigene Völker und Wälder“, Köln

• Dr. Silke Stöber, Seminar für Ländliche Entwicklung, Humboldt-Universität, Berlin

• Dr. Prasert Trakansuphakon, IMPECT e.V. (Inter Mountain Peoples Education and
Culture in Thailand Association) und Pgaz K’Nyau Association for Sustainable
Development, Chiang Mai

• Wolfgang Kuhlmann, ARA, Bielefeld
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Gesprächsleitung: Dr. Sabine Speiser

Termin: Do, 28.05.2015, 19 Uhr s.t.

Ort: Afrika-Haus Berlin, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin (Tiergarten),
U-Bhf. Turmstr.

Der Vorstand
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