Bambus statt Tabak: Unterstützung für kleinbäuerliche Betriebe in Kenia

Datum/Zeit
29.11.2012
19:30 Uhr - 21:00 Uhr


Afrika Haus BerlinInfoveranstaltung mit Vortrag und anschließender Diskussion mit Jacob K Kibwage vom Southeastern University College, Kitui, Kenia

Neben Tee, Rosen und Kaffee gehört auch Tabak zu den kritischen Exportgütern. Besonders nach dem Zusammenbruch der Baumwoll-, Sisal-, Pyrethrum- und Kaffeeindustrie wurden fruchtbare Böden mit Tabak bepflanzt, in der Hoffnung auf gute Gewinne. Diese blieben aus und die Bauern und Bäuerinnen mussten sich beim Großkonzern British American Tobacco Kenya (BAT Kenya) verschulden. Die Ausbreitung des Tabakanbaus gefährdet die Umwelt, die Wirtschaft und die Lebensbedingungen der kleinbäuerlichen Betriebe in Kenia.

Das Projekt „Bambus statt Tabak“ des Southeastern University College in Kitui erforscht seit sechs Jahren die Möglichkeit, Tabak durch Bambus zu ersetzen. Bambus wächst in denselben klimatischen Bedingungen wie Tabak, ist dabei aber nicht gesundheits- und umweltgefährdend. Bambus kann auf vielfältige Weise verarbeitet werden: Zahnstocher, Stühle, Weidezäune, Fahrräder etc. Wesentlich für einen erfolgreichen Wechsel zu Bambus ist dabei die Vermarktung der Produkte, auf lokaler wie regionaler Ebene.

Referent: Jacob K Kibwage, Southeastern University College, Kitui, Kenia

Sprachen: deutsch, englisch (Simultanübersetzung)
http://www.unfairtobacco.org/
Mit finanzieller Unterstützung des BMZ, der LEZ Berlin und der Stiftung Umverteilen.