KUISEBNamibia – Fotoausstellung von Xenia Ivanoff-Erb

Seit ihrer Gründung vor fast vierzig Jahren fördert die Deutsch-Namibische Gesellschaft e.V. (www.dngev.de) unter anderem namibische Kunstausstellungen in Deutschland. Sie gab die Anregung  zur Fotoausstellung „KUISEBNamibia“

Ab dem 30.3.2017 im Afrikahaus, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin. Besichtigung: immer eine Stunde vor den Veranstaltungen oder auf telefonische Anfrage.

Die Künstlerin:

Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika als Tochter einer Deutschen und eines russischen Don Kosaken, Victor Ivanoff (berühmter Künstler, Karikaturist und Sänger), geboren und wuchs in einem von der Kunst geprägten Umfeld auf.

Nach ihrem Schulabschluss in Johannesburg schloss Xenia in den 80er Jahren ein Studium an der Rhodes Universität in Grahamstown mit dem Bachelor of Fine Arts ab. Dort belegte sie auch einige Semester Fotografie, u. a. mit dem bekannten Fotografen Obie Oberholtzer als Lehrer.

Ihr Elternhaus sah in der Fotografie keine berufliche Perspektive. So arbeitete Xenia über zwanzig Jahre lang als Werbegrafikerin in Johannesburg, durchaus mit Erfolg. Besonders bemerkenswert beispielsweise: Xenia entwarf das offizielle südafrikanische National-Emblem, die „Protea“.

Verheiratet mit Georg Erb, lebt Xenia seit Ende 2012 in Swakopmund / Namibia. Hier hinterlässt sie im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre eigenen, vor allem fotografischen Spuren, ob in Zeitschriften oder Ausstellungen. Als ihr letzter Erfolg gilt die Foto Schau „Namibia Inspirations“, mit der sie zum Jahreswechsel 2015 / 2016 ein breites Publikum begeisterte.

KUISEBNamibia“ ist Xenias erste Werkschau in Deutschland.

Die Ausstellung:

Die Künstlerin schreibt: „Etwas versteckt, verborgen in unserem ‘Hinterhof‘, dem großen Sandkasten Namib, liegt ein grüner, baumumsäumter Streifen, der Trockenfluss Kuiseb. Eine faszinierende Vielfalt an großartigen Landschaftsformen und eine besondere Tierwelt bieten dem interessierten Naturfreund besondere Anregung. An zahlreichen Wochenenden, wenn es an der Küste, besonders im Winter, tagelang, manchmal wochenlang nebelig und kalt bleibt, zieht es uns in die sonnige Einsamkeit der Wüstenlandschaften. Manchmal verbringen wir die Nachmittage auf der Suche nach Halb-Edelsteinen wie Achat oder Granat. Manchmal gehen wir auf stundenlange Wanderungen in das terrakotta gefärbte Dünenmeer (das 2013 zum UNESCO-Weltnaturerbe proklamiert wurde).

 Immer ist die Kamera dabei. Und immer fällt es uns nicht leicht, die schönsten oder spannendsten Motive herauszufinden. Hin und wieder begegnen wir Oryx- Antilopen, Vogel-Strauß, Springböcken. Eine Vielfalt an kleinerem Krabbel- Getier ist tagsüber meistens im Sand versteckt. Üppig wachsende Galeriewälder deuten auf große Mengen Grundwasser, die in zig meterdicken Sandschichten unterirdisch gespeichert sind. An manchen Stellen gibt es gar heute immer noch gut erhaltene Fußtritte von Elefant und Nashorn in mindestens 200 Jahre alten Lehmablagerungen. Doch kommen wir auch beinahe bei jedem unserer Sonntags-Ausflüge in Berührung mit den Nachfahren eines tausende Jahre alten Nomaden-Stammes. Kaum eine Stunde im Auto von Swakopmund entfernt führen heute einige hundert Leute vom alten Volk der Topnaar-Nama ein relativ einfaches, bescheiden-glückliches Leben. Ihre Grundlage hierfür sind Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltung, die Melonenfrucht der Narra-Pflanze und eine völlig unkomplizierte Erwartungshaltung.

Wir sind immer wieder auf’s Neue beeindruckt von der Offenheit und der wahren Gastfreundlichkeit der Topnaar-Leute.“

Facebook: www.facebook.com/xeniadesignandphotography

Website: www.xeniaivanoff.com/

Instagram: @xenia.design.photography

 

 

 

 

Black History Month: SCHWARZ UND WEISS (Ausstellung)

Der Black History Month wird in den Vereinigten Staaten alljährlich im Februar gefeiert. Dem voraus ging die „Negro History Week“, die in der zweiten Februarwoche gefeiert worden war. Initiiert wurde die Feierbewegung schwarzer Geschichte 1926 von dr. Carter G. Woodson. Den Februar wählte den Februar, weil in diesem Monat Abraham Lincon, Frederick Douglass und Langston Hughes geboren wurden.

Außerdem:

Immer eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen oder auf Anfrage  

Ab Februar im Afrikahaus:

Schwarz und weiß stehen wie kein anderes Gegensatzpaar in der Farbwelt mit vielen Assoziationen, Kulturmustern  und Symbolen in Verbindung.

Schwarz und weiß, beziehungsweise hell und dunkel, sind die ersten Farbbezeichnungen, die in jeder Sprache der Welt entwickelt wurden. Dies mag an der fundamentalen Bedeutung von Helligkeit und Dunkelheit für die menschliche Existenz liegen, die seit Urzeiten den Rhythmus des Lebens bestimmt. Ohne Sonne und Licht kann kein Leben existieren und wer hätte nicht schon einmal die Unheimlichkeit gespürt, die eine nächtliche Dunkelheit vermittelt, in der keine Orientierung möglich ist?

Wie stark sich der Symbolgehalt der Farbbezeichnungen schwarz und weiß in den kulturellen Alltag eingeschrieben hat, zeigt sich an ungezählten Beispielen, die von religiöser Symbolik bis in die Umgangssprache reichen.

‚Schwarzarbeit’,‚schwarze Kassen’ oder eine schwarze Katze etwa verweisen auf Illegalität und Pech – eine schwarze Richterrobe oder schwarze Staatslimousinen jedoch drücken Macht und Autorität aus.

Eine ‚weiße Weste’ steht für Unschuld und eine weiße Taube für den Frieden, und wem in einem Dokument etwas ‚schwarz auf weiß’ bescheinigt wurde, der kann sich darauf berufen.

Die Schwarzweiß-Fotos der Ausstellung sollen die stark assoziativ aufgeladene Wahrnehmung von Schwarz und Weiß bewusster machen, zum Weiterdenken und zum Gespräch anregen. Dabei lässt sich die Entdeckung machen, dass die Farben in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutung tragen. So ist im westlichen Kulturkreis Schwarz die Farbe der Trauer und des Todes, während beispielsweise in Westafrika(Guinea-Conakry) Weiß die Farbe der Trauer ist. Solche Entdeckungen, die dem  ‚Schwarz-Weiß-Denken’ zuwiderlaufen, tragen dazu bei, dass in unserer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlichster Herkünfte zusammenleben, eingefahrene Denkmuster durch Dialog und Information abgebaut werden.

Das Ausstellungsprojekt wurde im Verein Farafina-Afrika-Haus e.V. entwickelt und realisiert. Fotos: K. Fell. –

Farafina e.V. Oumar Diallo • c/o Afrika Haus Berlin • Bochumer

Straße 25 •  10555 Berlin • Tel.: 030 – 392 20 10

www.afrikahaus-berlin.de

Change the Perspective – Afrikanische Karikaturen

Afrika Haus Berlin Ausstellungzum Thema: Afrikanische Einheit – Trugbild und Täuschung oder Notwendigkeit und Chance

Vorgestellt werden 20 Werke afrikanischer Karikaturisten, die das Dritte Welt Journalisten Netz e.V. (DWJN) dem Afrikahaus dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Ab den 13. Juni im Afrikahaus, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin

Das DWJN hatte 2012/13 einen Karikaturenwettbewerb unter dem Titel „Change the Perspektive“ ausgeschrieben. Der Wettbewerb verstand sich als Beitrag zur Feierlichkeiten anlässlich des 50.Jahrestages der Gründung der Afrikanischen Union bzw. deren Vorgänger Organisation für Afrikanische Einheit (OAU).

Afrika wird weithin als Kontinent der Katastrophen, Krisen und des Staatszerfalls wahrgenommen mit extremen Erscheinungen von Gewalteskalation und Bürgerkriegen bis zum Völkermord, wo das tägliche Erleben großer Bevölkerungsteile von wachsender Armut, Hunger und Mangelernährung sowie von Raubbau und Naturzerstörung bestimmt ist.

Dieses Bild verleitet zu bequemem Afrikapessimismus, und das hat Tradition. Es reicht bis in die Anfänge der Kolonisierung und des Sklavenhandels zurück.

Vor diesem Hintergrund hatte der Umschwung in der Wahrnehmung Afrikas, der im letzten Jahrzehnten zu beobachten ist, viele Expert*innen überrascht.

Gelobt wird nun vor allem das Ende der großen Mehrzahl der Bürgerkriege, die wachsende Zahl rechtsstaatlich und demokratisch regierter Länder, mehr Good Governmance und die verbesserten ökonomischen Rahmenbedingungen der meisten afrikanischen Länder. Gesundheit und Bildung verbesserten sich, privatwirtschaftliches Engagement findet bessere Bedingungen vor. Der wirtschaftliche Vormarsch Chinas hat die westlichen Regierungen herausgefordert, wie nicht zuletzt die Afrikastrategie der Bundesregierung von 2011 zeigt. Man will mithalten.

Zu den schillernden Afrikabildern will die Karikaturenausstellung afrikanische Perspektiven hinzufügen. Die spitzen Federn der Autoren treffen ins Herz und regen zur Auseinandersetzung über negative wie positive Wahrnehmungsverzerrungen an. Sie verdichten, was zu aktuellen Streitfragen gesagt werden muss und wirken als Denkanstöße – nicht zuletzt für die journalistische entwicklungspolitische Perspektivbildung.

 

Das Afrika-Haus auf dem Moabiter Kiezfest 2016

Afrika auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit Ausstellung: Bedeutende Frauen Afrikas

Afrika Haus Berlin AusstellungEine Ausstellung über afrikanische Fortschritte auf dem Weg zu mehr Entwicklungsgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Wir präsentieren 27 Portraits afrikanischer Frauen, die im öffentlichen Leben Afrikas eine bedeutende Rolle gespielt haben oder noch spielen.

Darunter befinden sich Staatspräsidentinnen, Friedensnobel-Preisträgerinnen, Frauen, die sich erfolgreich für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden eingesetzt haben.

Zu besichtigen ab Montag, den 23.03.2015 jeweils eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung oder auf Anfrage. Ab Mitte Mai kann die Ausstellung auch ausgeliehen werden

27 Kurzportrais als PDF

Zwei Beispiele:

Ellen Johnston Sirleaf
Wangari Maathai

Black Berlin – Afrikanische Biographien

20 Rollups

Nicht erst seit heute leben Menschen aus Afrika aus unterschiedlichen Gründen und unter unterschiedlichsten Bedingungen in Berlin. Eine Heimat wurde die Stadt und Deutschland dennoch vielen nicht. Die Ausstellung will am Beispiel einiger Biografien Lebensläufe afrikanischer Berliner*innen ins Gedächtnis rufen. Gezeigt werden historische Fotos von Menschen afrikanischer Herkunft, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für kürzere oder längere Zeit in Berlin lebten. Jeweils dazugehörige Texte beschreiben ihre Lebensgeschichten, soweit sie bislang rekonstruierbar sind.

WEITER

 

Ausstellung: Kolonialspuren im Berliner Stadtbild

20 Roll-ups  80 x 220 cm

2015 – Gefördert von der Berliner Landesstelle für politische Bildung

20 Fotos von sehr unterschiedlichen Spuren der Kolonialgeschichte im Berliner Stadtbild, dazu gehören Gedenktafeln und Stolpersteine für verfolgte Berliner afrikanischer Herkunft,  Straßennamen sowie Gebäude, die auf die Kolonialgeschichte Deutschlands bzw. Preußens hinweisen, sind mit historischen Fotos der betreffenden Personen, Gebäude, Ereignisse usw. konfrontiert.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.
Anfragen an afrikahaus@t-online.de

Es handelt sich um die folgenden Orte:

  1. BERLINER WESTAFRIKA-KONFERENZ – Wilhelmstraße 77 heute Nr. 91
  2. REICHSKOLONIALAMT – Wilhelmstraße 62 heute Nr. 52
  3. OBERKOMMANDO DER SCHUTZTRUPPEN – Mauerstraße 45/46
  4. AFRIKA HAUS – Am Karlsbad 10
  5. REICHSTAG – Platz der Republik 1
  6. DEUTSCHES KOLONIALHAUS – Lützowstraße 89-90
  7. DEUTSCHES KOLONIALMUSEUM – Alt-Moabit 1
  8. SAROTTI – Mohrenstraße 10
  9. MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE – Niederkirchner- Ecke Stresemannstraße
  10. AFRIKANISCHES VIERTEL – Wedding
  11. BRANDENBURGER TOR – Pariser Platz
  12. MAY-AYIM-UFER (Früher Göbenufer)
  13. GEDENKTAFEL FÜR DEN DEUTSCH-ÄGYPITISCHEN ARZT MOD HELMY in der Krefelder Str. 20
  14. KAISER WILHELM INSTITUT in der Ihnestr. 21 („Rassen“-Forschung)
  15. DAUER-KLEINGARTENVEREIN „Togo“ (vor dem November 2014 Dauerkolonie Togo)
  16. ROBERT KOCH INSTITUTE
  17. CHARITÉ Rückgabe sterbl. Überreste von 21 Opfern des Genozids an den Herero und Nama
  18. Stolperstein Brunnenstr 193 für Bayume Mohamed Husen
  19. Garnisonfriedhof in Berlin-Neukölln Gedenktafel d. Opfer des dts. Kol. In Namibia
  20. TREPTOWER PARK Erste Deutsche Kolonialausstellung 1896

 

vordertuerberliner_gedenktafel_krefelder_str_7_moabi_mod_helmyroll-ups-kolonialspuren1

 

B E G E G N U N G E N – Bilder von Christiane Cicéron und Helmtrud Rumpf Masken von Alfred Nieswand

Afrika Haus Berlin AusstellungUnser ganzes Leben besteht aus Begegnungen und ist durch diese geprägt. Unterschiedliche, oft widersprüchliche Persönlichkeiten scheinen in unserem Inneren zu sein, die sich nicht immer friedlich begegnen! So entstehen unsere Gefühle wie Freude, Leid, Hass etc. Wir könnten vor Freude die Welt umarmen, wenn andere Menschen unseren Vorstellungen entsprechend handeln oder sind verärgert oder gar verzweifelt, wenn uns etwas gegen den Strich geht. Unser Umfeld prägt unsere Identität, prägt unsere Gefühle, unser Denken und Handeln.

In der Malerei und den plastischen Darstellungen finden diese inneren und äußeren Begegnungen in Form und Farbe ihren Ausdruck. So berührt uns beispielsweise das Schicksal der Flüchtlinge aus Afrika, die verzweifelt um das bloße Überleben kämpfen, oder der Einfluss der afrikanischen Tradition auf die moderne europäische Gesellschaft oder auch die Haltung der Menschen zu ihrer natürlichen Umwelt. Diese Begegnungen mit Flüchtlingen, mit einer fremden Tradition oder mit einer gefährdeten Natur sind weltweit relevant und beschränken sich nicht auf einen bestimmten Kontinent. Sie sollten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ins Bewusstsein gerufen werden, um ein verständnisvolles, harmonischeres Miteinander zu verwirklichen.
Vernissage am 15 November um 19 Uhr
Die Ausstellung wird 2 Monate jeweils eine Stunde vor den Veranstaltungen gezeigt

Auf dem Weg der Einheit Afrikas Teil II der Ausstellung

Afrika Haus Ausstellung Die Ausstellung wird von Denkern und Politikern geprägt, die wesentlich zur Debatte beigetragen und mit ihren Ideen die politische Zukunft Afrikas mitgestalten und ist die Fortsetzung der bereits gezeigten Ausstellung: Väter der OAU Ansätze und politische Ideen zur Gründungszeit der Organisation für Afrikanische Einheit.

Die Ausstellung wird mit Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit gefördert

Väter der OAU Ansätze und politische Ideen zur Gründungszeit der Organisation für Afrikanische Einheit

Afrika Haus Berlin AusstellungMit dieser Ausstellung, die den Zeitraum der Veranstaltungen begleiten wird, soll auf das Gründungsumfeld der OAU hingewiesen werden und mit 20 Tafeln die wichtigsten Vordenker, ihre Konflikte und ihre Rolle im Kontext der Entwicklung des nachkolonialen afrikanischen Selbstbewusstseins aufgezeigt werden.

Die OAU ist in diesem Zusammenhang ein Beispiel dafür, wie dieses Selbstbewusstsein einen institutionellen, von afrikanischen Akteuren bestimmten Rahmen gefunden hat, der die entwicklungspolitische Realität bis heute – nun als AU – mitbestimmt.
Die Ausstellung besteht aus 20 gerahmten Bild- Texttafeln.

Die Ausstellung wird bis 31.12.2013 in den Räumen des Afrika Hauses präsentiert werden.