Afrika Haus

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Juli 2016

 

Mittwoch, 06.07.2016 um 18:30 Uhr

BERLINER AFRIKAKREIS: Konflikte um den Kohlebergbau

(Struggles around coal mining in South Africa)


Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:
Melanie Müller

Politikwissenschaftlerin, FU Berlin

Lucky Maisanye
Umweltaktivist aus Südafrika, Umweltorganisation Geasphere

Moderation:
Andreas Baumert

Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Südafrika steht vor der Herausforderung, die Ziele des nationalen Entwicklungsplans 2030 umzusetzen. Dafür setzt die Regierung auf die Ausweitung des Kohlebergbaus, um die Elektrifizierung voranzutreiben und Südafrika als Industriestandort weiter zu entwickeln.

In den letzten Jahren gab es regelmäßig kritische Meldungen über Probleme im Bergbau in Südafrika in Zeitungen, durch zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen. Mitte Mai 2016 haben südafrikanische Umweltorganisationen zu Protesten gegen den Kohlebergbau in Südafrika aufgerufen. Die Demonstrationen standen im Zusammenhang mit der Kampagne „Break Free from Fossil Fuels", bei der in dreizehn Ländern der Welt Proteste gegen den Abbau fossiler Energieträger stattfanden. Hinter der Debatte um die zukünftige Energieversorgung steckt zudem eine Reihe von Konflikten um die Entwicklung des Landes und um die Frage, wer von dieser Entwicklung profitiert.

Wir wollen die Konflikte in den beiden Provinzen Mpumalanga und Limpopo näher beleuchten. Dort werden gerade zwei der größten Kohlekraftwerke der Welt gebaut. Hierbei leisten die deutsche Bundesregierung, die KfW-IPEX-Bank sowie deutsche Unternehmen Unterstützung.

Der Ausbau der beiden Kraftwerke ist mit Risiken für die Einhaltung der Menschenrechte verbunden, wie Melanie Müller von der Freien Universität darstellen wird. Sie hat gemeinsam mit der Organisation Misereor die Studie „Wenn nur die Kohle zählt. Deutsche Mitverantwortung für Menschenrechte im südafrikanischen Kohlesektor" erarbeitet. Lucky Maisanye aus der vom Kohlbergbau besonders betroffenen Region um die Stadt Witbank, wird die Herausforderungen für die dortigen Gemeinden und die Erfahrungen aus seiner Arbeit als Umweltaktivist vorstellen.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

http://www.inisa.de

 

BERLINER AFRIKAKREIS: Konflikte um den Kohlebergbau

Dienstag, 12.07.2016 um 19:30 Uhr

Der verdrängte Völkermord an den Herero und Nama

Postkoloniale Debatten im Afrikanischen Viertel


Veranstalter: Özcan Mutlu B90/die Grünen Mitte

Mit der Armenien-Resolution des Bundestages ist endlich auch die Diskussion um den lange verdrängten Genozid des kaiserlichen Deutschlands an den Herero und Nama (1904-08) in den Mittelpunkt der Debatten gerückt.

112 Jahre nach dem Vernichtungsbefehl durch General Lothar von Trotha im damaligen Deutsch-Südwestafrika, der heutigen Republik Namibia, ist es daher längst überfällig, diesen ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts auch im Bundestag offiziell beim Namen zu nennen und die bis heute von ihrem Land vertriebenen Herero und Nama offiziell um Entschuldigung zu bitten.

Wurde der Kolonialismus und Rassismus in unserem Land angemessen aufgearbeitet? Wie steht es um den gegenwärtigen Umgang mit der Kolonialvergangenheit auf Regierungsebene und im Kiez? Welche Aufgaben ergeben sich für Politik und Zivilgesellschaft, wenn auch Deutschland konsequent dekolonisiert werden soll?

Über diese und weitere Fragen möchten wir gerne mit Ihnen diskutieren.

Özcan Mutlu, Wahlkreisabgeordneter für Berlin-Mitte und Bündnis 90 / Die Grünen Berlin-Mitte, laden Sie herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion mit:

Israel Kaunatjike, Herero Aktivist, Bündnis "Völkermord verjährt nicht!"

Josephine Apraku vom Institut für Diskriminierungsfreie Bildung (IDB)

Christian Kopp, Historiker, Berlin Postkolonial e.V.

Begrüßung:

Daniel Gollasch, Vorstand Bündnis 90 / Die Grünen Berlin-Mitte


Datum: Dienstag, den 12. Juli 2016 um 19:30 Uhr
Ort: Afrika Haus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin


Bitte um Anmeldung per Email:oezcan.mutlu.ma07@bundestag.de

 

Der verdrängte Völkermord an den Herero und Nama

Freitag, 22.07.2016 um 16:00 Uhr

Bis 21 Uhr: Change the Perspective -

Afrikanische Karikaturen zum Thema: Afrikanische Einheit - Trugbild und Täuschung oder Notwendigkeit und Chance


Vorgestellt werden 20 Werke afrikanischer Karikaturisten, die das Dritte Welt Journalisten Netz e.V. (DWJN) dem Afrikahaus dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Ab Juli im Afrikahaus, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin
Besichtigungstermine im Sommer: 22. und 29.7. 2016 von 16 - 21 Uhr


Das DWJN hatte 2012/13 einen Karikaturenwettbewerb unter dem Titel "Change the Perspektive" ausgeschrieben. Der Wettbewerb verstand sich als Beitrag zur Feierlichkeiten anlässlich des 50.Jahrestages der Gründung der Afrikanischen Union bzw. deren Vorgänger Organisation für Afrikanische Einheit (OAU).

Afrika wird weithin als Kontinent der Katastrophen, Krisen und des Staatszerfalls wahrgenommen mit extremen Erscheinungen von Gewalteskalation und Bürgerkriegen bis zum Völkermord, wo das tägliche Erleben großer Bevölkerungsteile von wachsender Armut, Hunger und Mangelernährung sowie von Raubbau und Naturzerstörung bestimmt ist.

Dieses Bild verleitet zu bequemem Afrikapessimismus, und das hat Tradition. Es reicht bis in die Anfänge der Kolonisierung und des Sklavenhandels zurück.

Vor diesem Hintergrund hatte der Umschwung in der Wahrnehmung Afrikas, der im letzten Jahrzehnten zu beobachten ist, viele Expert*innen überrascht.

Gelobt wird nun vor allem das Ende der großen Mehrzahl der Bürgerkriege, die wachsende Zahl rechtsstaatlich und demokratisch regierter Länder, mehr Good Governmance und die verbesserten ökonomischen Rahmenbedingungen der meisten afrikanischen Länder. Gesundheit und Bildung verbesserten sich, privatwirtschaftliches Engagement findet bessere Bedingungen vor. Der wirtschaftliche Vormarsch Chinas hat die westlichen Regierungen herausgefordert, wie nicht zuletzt die Afrikastrategie der Bundesregierung von 2011 zeigt. Man will mithalten.

Zu den schillernden Afrikabildern will die Karikaturenausstellung afrikanische Perspektiven hinzufügen. Die spitzen Federn der Autoren treffen ins Herz und regen zur Auseinandersetzung über negative wie positive Wahrnehmungsverzerrungen an. Sie verdichten, was zu aktuellen Streitfragen gesagt werden muss und wirken als Denkanstöße - nicht zuletzt für die journalistische entwicklungspolitische Perspektivbildung.

Veranstalter: Farafina Afrika – Haus e. V. mit freundlicher Unterstützung des Dritte Welt Journalisten e. V.

 

Bis 21 Uhr: Change the Perspective -

Freitag, 29.07.2016 um 16:00 Uhr

Bis 21 Uhr: Change the Perspective -

Afrikanische Karikaturen zum Thema: Afrikanische Einheit - Trugbild und Täuschung oder Notwendigkeit und Chance



Siehe oben!

 

 

 

*Programmänderung vorbehalten!

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, soweit nicht anders angegeben.