Ausstellung: PionierInen des Panafrikanismus im Afrikahaus

Nach der Berliner „Kongo-Konferenz“ und der Aufteilung Afrikas von 1884/85 entstand als – unseres Erachtens – wichtigste afrikanische Bewegung der Dekolonialiserungs-geschichte der Panafrikanismus.
Entstanden war die Idee in den USA. In der Frühzeit der Bewegung waren die US-Amerikaner Marcus Garvey und Dr. Dubois führend. Beim Panafrikanischen Kongress 1945 in Manchester nahm der spätere Präsident von Ghana den Gedanken auf. Er wollte von Kairo bis zum Kap ein vereintes Afrika. Dieser Plan wurde 1963 bei der Gründung der OAU (Organisation der Afrikanischen Einheit)  abgelehnt. Beim 37. Gipfel
2001 in Sambia wurde die OAU nach 39-jähriger Geschichte aufgelöst und durch die „Afrikanische Union“ ersetzt. Die Ausstellung zeigt das Gründungsumfeld der OAU und die wichtigsten Vordenker, ihre Konflikte sowie ihre Rolle im Kontext der Entwicklung eines nachkolonialen afrikanischen Selbstbewusstseins.

Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor allen anderen Veranstaltungen zugänglich oder auf Anfrage (afrikahaus@t-online.de).